Ob ein Wettanbieter wirklich steuerfrei ist, lässt sich nicht aus der Werbung ablesen, sondern nur am tatsächlichen Wettschein. Diese Seite erklärt, wie wir prüfen: welche Quellen wir nutzen, wie unsere Methodik für steuerfreie Wettanbieter aufgebaut ist und warum die Reihenfolge im Ranking nicht bezahlt werden kann. Ziel ist, dass jede Einordnung nachvollziehbar bleibt.
Drei Quellen, mit denen wir prüfen
Jeder Anbieter durchläuft dieselbe Prüfung aus drei voneinander unabhängigen Quellen. Erst wenn alle drei zusammenpassen, gilt eine Einordnung als bestätigt:
- GGL-Whitelist-Abgleich. Wir gleichen jeden Anbieter mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ab. Nur wer dort eine gültige deutsche Sportwetten-Erlaubnis hat, kommt überhaupt ins Ranking. Das ist die harte Eintrittsschwelle, noch vor jeder Frage nach der Steuer.
- Anbieter-AGB und Steuer-Hinweise. Wir lesen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die offiziellen Steuer-Hinweise des Anbieters. Dort steht, ob er die 5,3 % übernimmt, ob das für alle Wetten oder nur für Kombiwetten gilt und ob online und Wettshop gleich behandelt werden.
- Live-Wettschein-Check mit Datum. Zuletzt legen wir eine echte Wette an und sehen am Wettschein nach, was tatsächlich abgezogen wird. Dieser Check ist entscheidend, weil AGB und Praxis auseinanderlaufen können. Jeder Check wird mit Datum vermerkt.
Erst wenn Lizenz, AGB und Live-Wettschein dasselbe Bild ergeben, stufen wir einen Anbieter als steuerfrei ein; sonst wird er niedriger oder als nur teilweise steuerfrei geführt.
Das Drei-Stufen-System
Aus der Prüfung ergibt sich eine Einordnung in drei Stufen. Sie beschreibt allein, wie der Anbieter mit der Wettsteuer umgeht, nicht, wie „gut“ er sonst ist:
- Vollständig steuerfrei. Der Anbieter übernimmt die 5,3 % auf alle Wetten, Gewinne werden ohne Abzug ausgezahlt. Das ist die Eintrittsschwelle für die Spitze des Rankings der steuerfreien Wettanbieter.
- Teilweise steuerfrei. Der Verzicht gilt nur unter Bedingungen, etwa nur für Kombiwetten oder nur online. Einzelwetten oder der Wettshop werden weiter besteuert. Details dazu unter teilweise steuerfrei.
- Kunde zahlt. Der Anbieter gibt die 5,3 % weiter, entweder vom Einsatz (vorab abgezogen) oder vom Gewinn (erst im Gewinnfall). Diese Anbieter können lizenziert und seriös sein, sind aber nicht steuerfrei.
Wie viel die Steuer in den letzten beiden Stufen konkret kostet, lässt sich mit dem Wettsteuer-Rechner in Euro nachrechnen, mit demselben Rechenweg, den auch wir verwenden.
Warum das Ranking nicht bezahlt ist
Die Reihenfolge im Ranking richtet sich ausschließlich nach nachprüfbaren Kriterien: zuerst die Steuerübernahme, dann die GGL-Lizenz, danach Konditionen wie Auszahlung, Lizenzumfang und Angebotsbreite. Eine Platzierung lässt sich nicht kaufen. Wir nutzen Partnerlinks, über die eine Vergütung entstehen kann; ob und wo ein Anbieter erscheint, hängt davon aber nicht ab. Anbieter, die die Steuer weitergeben, benennen wir als solche, auch wenn sie beworben werden.
Anonyme Redaktion statt erfundener Experten
Wir treten als anonyme Fachredaktion auf und erfinden bewusst keine Namen, Fotos oder Titel, um Autorität vorzutäuschen. Vertrauen soll nicht über eine ausgedachte Person entstehen, sondern über die Methode: offengelegte Quellen, datierte Checks und ein Rechenweg, den jeder selbst nachvollziehen kann. Wo eine Angabe noch nicht abschließend bestätigt ist, kennzeichnen wir das offen, statt eine feste Zahl zu behaupten.
Wie der Steuerfrei-Radar aktuell bleibt
Der Steuerstatus eines Anbieters ist kein Dauerzustand: Die Steuerübernahme ist eine freiwillige, kommerzielle Entscheidung, die ein Buchmacher wieder ändern kann. Deshalb prüfen wir bei jedem bestätigten Wechsel neu und mindestens einmal im Monat. Den datierten Gesamtstand (wer aktuell noch steuerfrei ist, wer nur teilweise und wer wieder abzieht) pflegen wir im Steuerfrei-Radar (Stand Juli 2026). So bleibt sichtbar, wann eine Angabe zuletzt geprüft wurde.